MenuKreisgruppe Main-SpessartBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Sandgrube

Ein paar Eindrücke aus der Sandgrube Benkert bei Retzbach.

 

Fotos: Friedel Edelhäuser


Ein seltener Gast in meinem Garten

Am Montag, 25. Mai entdeckte ich in meinem Garten in Retzbach einen männlichen Hirschkäfer (Weibchen haben kein Geweih). Er könnte aus einem alten vermorschten Baumstumpf in einem Garten geschlüpft sein. Er misst 8,2 cm und ist bereits mindestens 3 Jahre alt. Seine Lebenserwartung als Käfer nach dem Schlupf beträgt allerdings nur wenige Wochen. Hirschkäfer werden in der Roten Liste als stark gefährdet geführt. Die Ursache ist, wie bei so vielen Tieren, der Verlust geeigneter Lebensräume.

(Text und Bild: Norbert Hörning)


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Benediktushöhe

Liebe Naturfreunde,

gestern habe ich am späten Nachmittag noch ein kurze Exkursion auf die Benediktushöhe gemacht. Ziel war das Grundstück des BN hinter der Arbeitnehmerbildungsstätte. Dieses Grundstück wird seit mehreren Jahren regelmäßig beweidet. Ich habe gesehen: Über 50 Exemplare der Grünlichen Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) in Hochblüte. Über 50 Exemplare des Großen Zweiblatt (Listera ovata) in Hochblüte. Über 50 Exemplare des Helmknabenkrauts  (Orchis militiaris) abblühend. 16 Exemplare der Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) in Knospe, eine Blüte war bereits aufgeblüht. Mehrere Exemplare der Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea) in Knospe.

Bild 1 bis 4: Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha). Rote Lite Unterfranken Kategorie V

Bild 5: Wiesen-Salbei (Salvia pratensis)

Bild 6: Duftschöterich (Erysimum odoratum). Rote Liste Unterfranken Kategorie 3

Bild 7+8: Großes Zweiblatt (Listera ovata)

Bild 9: Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera). Rote Liste Unterfranken Kategorie 2

Bild 10: Gespinstblattwespe (Megalodontes cephalotes). Rote Liste Bayern Kategorie 3

Herzliche Grüße

Wolfgang Piepers


Ideensuche in der Kindergruppe

Wir helfen den Schwalben!


Amphibien leiden unter Klimawandel - Biber hilft Kostenlos

Elektrozaun am Angelteich in Retzbach

Amphibien sind die großen Verlierer im Zuge des Klimawandels. Umso mehr freuten sich alle Mitglieder der Ortsgruppe Retzbach und Umgebung vom Bund Naturschutz (BN) über den regnerischen Frühling. Er hat heuer den Erdkröten & Co sehr gut in die Karten gespielt hat. Fast 900 Erdkröten konnten an den Straßen Zellingen-Billingshausen und Zellingen-Duttenbrunn mithilfe von Krötenzäunen vor dem Straßentod gerettet werden. Auch in den Angelteichen im Retztal tummelten sich viel mehr Erdkröten als in den Jahren zuvor. Der BN bedankt sich beim Angelverein Zellingen-Retzbach, dass die Reparatur am Mönch des großen Teiches pünktlich abgeschlossen wurde, so dass der Wasserstand wieder auf das ursprüngliche Niveau angehoben werden konnte. Nichtsdestotrotz bleibt ein Wehrmutstropfen. Seit einer Woche befindet sich ein Elektrozaunan zwei Seiten des Teiches, um den im Nachbargrundstück anwesenden Biber zu vergrämen. Und das, obwohl der Biber die Landschaft so positiv für die Entwicklung der Artenvielfaltgestaltet und in Zeiten großer Trockenheit für ein stabiles Niveau des Grundwasserspiegels sorgt. Hier nur einige Tierarten, die vom Wirken des Bibers profitieren: Teich-, Berg- und Kammmolch, alle Kröten- und Froscharten, Eisvogel, Libellen, usw. Wir brauchen keine Elektrozäune in unserer Natur!! Dies ist reine Willkür und durch nichts zu rechtfertigen. Eigentlich will man den Biber langfristig vertreiben – und das mit Zustimmung des Jagd- und Fischereiverbands. Zudem stellt der Zaun eine Gefahr für alle Wildtiere dar, die sich an dieser Wasserstelle einfinden wollen. Somit sollte sich eigentlichauch jeder Jäger dagegen aussprechen. Leider bleibt der Sinn für die Natur und für denNaturschutz in unserer heutigen Zeit zu oft auf der Strecke!

Norbert Hörning, Reinhard Fritz (beide Bund Naturschutz (BN) Retzbach und Umgebung)

Bilder:   -Biber: Edmar Rothaug, BN Retzbach, Alle anderen: Reinhard Fritz, BN Retzbach


Naturschutzverfehlung II

Gspringsbach

Auf ca 200 m wurde der Uferbereich des Gspringsbaches in Zellingen vor einer Fischzuchtanlage mit Bauaushub aufgefüllt.

Die OG hat die Gemeinde und das Landratsamt auf dieses Umweltvergehen hingewiesen.

 


Naturschutzverfehlung I

"Pflegemaßnahmen"

Um die Entwässerungsfunktion eines Grabens unterhalb der Weinberge von Himmelstadt zu gewährleisten, wurde dieser freigeschnitten. Eine Maßnahme die dringend notwendig war. Das sieht auch die OG so. Wie dies allerdings ausgeführt wurde,das hat mit einer Pflegemaßnahme nichts zu tun. Die Aktion ist inzwischen vom BN als Negativbeispiel dokumentiert.Unter anderem hat man keine Rücksicht auf gegenüber stehende Bäume, die die Funktion des Grabens in keinster Weise störten, genommen. Diese hat man umgedrückt oder aufgeschlitzt. So führt man keine Pflegemaßnahmen durch.Das die Arbeiten in der Presse nicht kritisch beleuchtet und im Mitteilungsblatt sogar als sehr vorbildlich ausgeführt ,dargestellt werden können wir nicht verstehen. Beim Landratsamt, Untere Naturschutzbehörde oder Landschaftspflegeverband hätte man sich Rat und Hilfe für die Pflegemaßnahmen holen können. Warum hat man das nicht getan?

Bild: aufgeschlitzter Baum


Nilgansfamilie an der Staustufe

Bild: Norbert Hörning


Insektenhotel

Das von der Kindergruppe errichtete Insektenhotel war in die Jahre gekommen und wurde nun runderneuert und wieder aufgehängt.

Bild: Insektenhilfe am BN Grundstück auf der Benediktushöhe (Norbert Hörning)


Arbeitseinsätze

Vielen Dank an die Freiwilligen!


Ehrenamtlich hunterte Leben retten

Jedes Jahr werden im Frühjahr zur Laichwanderung hunderttausende Amphibien (Kröten, Frösche, Molche) auf deutschen Straßen von Autoreifen lebendig zermatscht. Das Drama bleibt leider weitestgehend unbemerkt. Doch mit den Kröten werden auch die wenigen ehrenamtlichen Krötenretter aktiv, um möglichst viele Tiere vor dem grausamen Tod zu retten.

Und jedes Jahr kann jede(r) dabei mitmachen und dadurch hunderte kleine Leben retten.

Mach in diesem Jahr mit bei der der Krötenrettung und rette Leben. Wir freuen uns auf Dich.

Im Februar wenn die Temperaturen milder werden, geht's los. Eine Aufwandsentschädigung ist möglich.

Nähere Infos bei Norbert Hörning: 0160-93597603


Mutter und Kind wieder vereint

Ein Igelkind, das sich alleine in einem Garten verirrt hatte, konnte durch den richtigen Umgang gerettet werden.

Das kleine Igelchen hat tatsächlich seine Mama wiedergefunden. Beide haben das angebotene Futter gerne angenommen.


Konzert "ZWEI.PUNKT.NULL"

Am 15. November 2019 luden Steffi und Tom Reuchlein (Bandname "ZWEI.PUNKT.NULL") zu einem Liederabend im Torturm Zellingen zu Gunsten der Igelstation des Bund Naturschutzes ein. In diesem stimmungsvollen Ambiente wurden anspruchsvolle Lieder und Gedichte dargeboten. Das harmonische Miteinander der Musiker, die gelungene Lied- und Textauswahl, aber auch das aufgeschlossene Publikum machten das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis. Besten Dank dafür.


Biber fiel in leeres Becken

Am Samstag, den 25. Mai 2019 bemerkten Hausbesitzer in Retzstadt, dass ein junger Biber in das leere Becken in ihrem Garten gefallen war. 1,8 Meter stürzte das Tier in die Tiefe und konnte sich alleine daraus nicht mehr befreien. Die Versorgung durch die Ersthelfer mit Futter und Wasser hat der Pflanzenfresser gut angenommen. Zusammen mit dem ortsansässigen Jäger und einem Vertreter des Bund Naturschutz Retzbach konnte man das friedliche Tier in eine Hundebox dirigieren und schließlich am Gartenteich wieder aussetzen. Sichtlich erleichtert von den Strapazen hat sich der Biber in sein nasses Versteck zurückgezogen.  Bericht Reinhard Fritz, OG Retzbach-Zellingen


Schwalben haben die Lehmpfütze angenommen

Machmal fehlt es an Kleinigkeiten, die Tiere daran hindern sich anzusiedeln. Die kleine, künstlich angelegte Lehmpfütze unter der Alten Mainbrücke zeigt das.


Heckenpflege

Neben der Pflege der Obstbäume und dem Mähen der Wiese standen diesen Winter weitere Arbeiten zur Pflege der Streuobstwiese und des Feldgehölzes an:

Die Sträucher des Feldgehölzes waren mit den Jahren einen Meter über die Grundstücksgrenze hinausgewachsen, so dass der benachbarte Acker freigeschnitten werden musste. Außerdem bietet eine zu dichte Hecke kaum genügend Lebensraum.

Es wäre sehr mühsam, wenn man mit Handsägen und Astscheren, im Bücken und mit viel Kraftaufwand arbeiten müsste. Eine große Erleichterung war daher der Einsatz einer Profi-Maschine durch einen Landschaftspflegebetrieb. Der benachbarte Landwirt hatte den zuverlässigen und umweltbewusst arbeitenden Landschaftspflegebetrieb vermittelt.

Im Nu wurden mehr als hundert Meter Länge geschnitten, und selbst in mehreren Metern Höhe rotierten die vier Kreissägeblätter und führten saubere senkrechte Schnitte aus, ohne Äste und Zweige zu zersplittern und zu zerfasern.

Anschließend schichteten Kinder und Erwachsene einen Teil des Schnittguts zu einer Benjeshecke auf. Daraus wird ein neuer Lebensraum, zugleich Wohn- und Rückzugsort für Insekten, Vögel, Kriechtiere und kleine Säugetiere. Vielen Dank allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit!

26.1.2019, BN-Gruppe Retzbach und Umgebung, Silvia Löwe


Jahresbericht 2018 der Ortsgruppe Retzbach und Umgebung

Aktivität in den Gemeinden Zellingen, Retzbach, Duttenbrunn, Retzstadt, Himmelstadt und Thüngen

  • Wasservogel-Zählungen:Monate Januar bis April und September bis Dezember
  • Monatlicher Ökostammtisch
  • Jahreshauptversammlung
  • Regelmäßige Treffen der Retzbacher Ortsvereine ( Teilnahme )
  • Klausurtagung und Treffen der Kreisgruppe ( Teilnahme )
  • Begehung der Amphibienwanderwege mit Gemeinde und UNB, weitere Maßnahmen besprochen
  • Treffen mit  UNB am Biotop „Poppengrund“, Besprechung weiterer Maßnahmen und Weiterleitung an Gemeinde (Förster)
  • Besprechung mit Kreisgruppe wegen Beweidung und Freischneiden von BN-Flächen
  • Treffen mit Vermessungsamt, Grundstücksvermessung am Klotz ( Grenzbereinigung )
  • Stellungnahme zum Baugebiet in Thüngen
  • Stellungnahme zum Gewerbegebiet in Retzstadt
  • Stellungnahme zur Unterschutzstellung des Gsprings-Baches in Zellingen
  • Über 200  Vogel und Fledermauskästen in den Gemarkungen Retzbach, Zellingen, Thüngen und Retzstadt kontrolliert und gereinigt
  • Pflegemaßnahmen auf BN Grundstücken in den Gemarkungen Retzstadt, Thüngen und Retzbach durch den Landschaftspflegeverband
  • Monatliche Aktionen unserer 3 Kinder/Jugendgruppen in Himmelstadt u. Zellingen / Retzbach
  • Abfallkorb am Mainwanderweg ( BN Grundstücke ) regelmäßig gereinigt
  • Vogelstimmenwanderung im Bayerntal in Retzbach  
  • 3 Amphibienwanderwege gesichert:
    • Retzbach – Retzstadt, dort nur Kontrolle des Leitsystems und der Zuchtbecken des Angelvereins;
    • Zellingen- Billingshausen, dort gesammelt;
    • Zellingen –Duttenbrunn, dort  Zaun  auf- und  abgebaut und gesammelt,
    • Aktion dauerten von Ende Februar bis Anfang April                                          
  • Begehungen und Arbeiten in den Sandgruben von Retzbach zum Schutz von Amphibien
  • Uferschwalbenkolonie und kleinere Biotope für Amphibien in Retzbacher Sandgrube betreut
  • Schwalbenpfützen unter der alten Mainbrücke in Retzbach angelegt
  • Arbeiten  ( Schneiden der Bäume und Mähen ) auf der Streuobstwiese in Himmelstadt
  • Kleine Baumsanierung am Hang, Auffahrt zur Arbeitnehmerbildungsstätte ( BN Grundstück )
  • An verschiedenen Treffen und Begehungen mit Bürgermeister, Bauhof und Untere Naturschutzbehörde teilgenommen
  • Betreuung und Sicherung der Biberreviere an der Retz und am Gsprings-Bach
  • Ehrung von Wolfgang Piepers durch den Landrat
  • Igelstation von Patricia Behr und Reinhard Fritz jetzt unter OG Retzbach und Umgebung

 Gez. Norbert Hörning