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Flächenverbrauch

Baugebiet statt Zauneidechse, Schlingnatter und Dunkler Wiesenknopfameisenbläuling

Hier gab es noch vor Kurzem einen breiten Heckenzug- Reptilienlebensraum und Vogelbrutbereich: jetzt ist er verschwunden. Denn: man will hier in Esselbach Am Trieb III ein neues Baugebiet ausweisen. Die Entfernung der Hecke im Umfang von mindestens 0,25 ha hätte im Vorfeld einer Genehmigung bedurft. Diese Genehmigung liegt nach Kenntnis des BN nicht vor.

Der Landschaftsverbrauch wird immer gravierender und Kommunen machen nun nicht mal mehr Halt vor wertvollen Lebensräumen. Im Bereich Am Trieb III kommen die streng geschützten Arten Zauneidechse, Schlingnatter und Dunkler Wiesenknopfameisenbläuling vor. Hier gilt es im Vorfeld Alternativen zur Planung zu prüfen.

Doch der Flächenverbrauch an sich ist schon Problem genug. Nach wie vor werden rund 13 Hektar unbebauter Fläche in Bayern derzeit täglich „verbraucht“. Das entspricht einer Größe von etwa 18 Fußballfeldern nach FIFA-Standard. Der Schwerpunkt muss auf die Innenentwicklung gelegt werden. Auch der Klimaschutz findet noch kaum Berücksichtigung bei Planungen. Im vorliegenden Fall sind keinerlei Aussagen getroffen zu Klimaarchitektur, mehr Holzbau, alternative Energien.