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Waldrand adè

Der Waldrand des Gemeindewaldes Triefenstein am Dillberg wurde Anfang Oktober komplett beseitigt wurde. Hintergründe dafür konnten bislang keine ermittelt werden. Vielleicht war es aus Gründen der Verkehrssicherung notwendig den einen oder anderen Ast zu entfernen, auch wenn hier bei regelmäßigen Begehungen kein Gefahrenpotential erkannt werden konnte. Auch sind zielgerichtete Pflegemaßnahmen für die Erhaltung eines dynamischen und artenreichen Waldrandes sinnvoll.

30.10.2017

Manchmal ist es aus Gründen der Verkehrssicherung notwendig den einen oder anderen Ast zu entfernen, wobei in vorliegendem Fall bei regelmäßigen Begehungen kein Gefahrenpotential erkannt werden konnte. Auch sind zielgerichtete Pflegemaßnahmen für die Erhaltung eines dynamischen und artenreichen Waldran-des sinnvoll. 

Am Dillberg wurden jedoch auf der gesamten Länge entlang des Wirtschaftsweges Sträucher beseitigt und die vorhandenen Bäume hochgeastet, sodass jegliche Übergangszone fehlt. Ein gestufter, reich strukturierter Waldrand bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum als Nahrungs-, Brut und Deckungsraum, artenreiche Waldränder gliedern zudem die Landschaft, bereichern das Landschaftsbild und erhöhen so den Erlebnis- und Erholungswert der Landschaft. Außerdem hat die Struktur des Waldrandes eine wichtige Bedeutung für die Stabilität des angrenzenden Waldbestandes bei starkem Wind. Die Luftströmung wird durch das Höhenprofil und die Vegetationsdichte am Waldrand entscheidend beeinflusst. All das ist nunmehr nicht mehr gegeben.

Notwendige Pflegemaßnahmen sollten deshalb immer nur abschnittsweise durchgeführt werden. Es genügt meist, wenn ein Abschnitt alle fünf bis zehn Jahre gepflegt wird.

Der BUND Naturschutz regt deshalb an, dass im aufgezeigten Bereich nun ein stufiger und buchtiger Waldrand durch entsprechende waldbauliche Maßnahmen aufgebaut wird. Die Gemeinde wurde informiert.