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Umweltbildungsprojekt 2020/21 Artenvielfalt (er)leben abgeschlossen

Nach der Beendigung der Ausstellung „Stadtbäume“ blicken Erwin Scheiner, Vorsitzender des BUND Naturschutz Main-Spessart (BN), und Conni Schlosser, Geschäftsführerin, auf zwei Jahre Umweltbildung unter erschwerten Bedingungen zurück.

16.12.2021

Bereits im Frühjahr 2020 musste nach kurzer Zeit die als Wanderausstellung im Landkreis eingeplante Ausstellung „Amphibien“ Corona bedingt am ersten Ausstellungsort, dem Gymnasium in Karlstadt, wieder abgebaut werden. Doch schnell war ein Ersatz gefunden: Schaufenster in Karlstadt und Marktheidenfeld, auch eine Bereicherung für das Stadtbild. „Wir freuen uns sehr, dass wir von den örtlichen Ladenbesitzer*innen solche  Unterstützung erfahren haben. So konnten wir Anfang 2021 erneut eine Ausstellung, ‚Tatort Garten‘, durchführen“ ergänzt dazu Erwin Scheiner. „Die letzten beiden Jahre mussten wir ständig umdisponieren, neu planen, umplanen und leider auch das ein oder andere absagen“, so Conni Schlosser. Vielfach ausgefallen sind zum Beispiel die Aktionen mit Schulen oder auch Kindergärten. „Das Zeitfenster für die Planung von Veranstaltungen war für die Einrichtungen oft zu eng und die Rahmenbedingungen zu ungewiss, als dass sie sich auf externe Aktionen einlassen wollten“, bedauert Erwin Scheiner. Im Bereich Vorträge entdeckte der BN jedoch das Online Format schnell für sich und so konnten etliche Themenbereiche wie Gartenvielfalt, Stadtbäume, Arten- oder Naturraumporträts in Kooperation mit den örtlichen Volkshochschulen angeboten werden. „Durchaus ein Gewinn“, meint Schlosser „und mit der Möglichkeit einen größeren Teilnehmerkreis zu erreichen.“ Um diesen zu erweitern wurden die Vorträge aus der Reihe Stadtbäume erstmals zum Teil aufgenommen und auf der Homepage präsentiert.

Auch hat der BN in den beiden vergangenen Jahren mehrere Multiplikatoren Schulungen angeboten, die sehr gut besucht waren. So konnten die Teilnehmenden im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung weiterqualifiziert werden. Schwerpunkte waren hier die Vermittlung der Artenvielfalt der Wiesen und im Wald und das Naturerleben.

Großer Nachfrage erfreuten sich in beiden Jahren auch die Ferienwochen des BN. Diese mussten zwar den geltenden Rahmenbedingungen – unter anderem musste die Teilnehmendenzahl reduziert werden – angepasst, konnten aber als Outdoorangebote bedenkenlos durchgeführt werden.  Bei Wanderungen rund um Marktheidenfeld erlebten die Kinder die Artenvielfalt der Umgebung und gewannen Einblicke in Projekte wie das Feuersalamander Projekt des BUND Naturschutz oder Landnutzungsformen wie Ökolandbau, Schäferei, Imkerei. Spiel, Spaß und Bewegung kamen dabei nicht zu kurz und boten einen willkommenen Ausgleich zum Homescooling in Coronazeiten.

Im Schwerpunktbereich Gartenvielfalt fand ein Videowettbewerb „Zeig mir deinen Garten“ statt, dessen Ergebnisse über die Homepage oder den YouTube Kanal der Kreisgruppe aufzurufen sind. Sehr schön ergänzt wurden die Gartenaktionen durch zwei Seminare „Lebendige Grünflächen“ für Kommunen, die beide im Rathaus in Marktheidenfeld stattfanden.

Zusätzlich zu Teilnahmeangeboten konnten auch wieder die Kalender zur Artenvielfalt im Landkreis Main-Spessart gestaltet und auf diese Weise die Vielfalt in unserem Landkreis nochmals in den Fokus genommen werden.

Für das Folgeprojekt 2022/23 „Vielfalt der/am Wege“ hat die Kreisgruppe Main-Spessart bereits eine vorläufige Förderzusage erhalten, sodass die Umweltbildungsarbeit fortgesetzt werden kann. „Wir hoffen nun auf die Überwindung der Coronakrise und darauf wieder viele Präsenzaktionen auch mit Kindern aus Schulen und Kindergärten durchführen zu können. Aber wir planen auch wieder Ausstellungen, Vorträge, Fortbildungen, Wettbewerbe und Exkursionen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!“ appelliert Schlosser.