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Feuersalamander unterwegs

Der auffällig gefärbte Feuersalamander ist die wohl bekannteste Salamanderart, dennoch gelingt es nur selten, die vorwiegend nachtaktiven Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Thomas Winter hat hier gleich mehrere vor die Linse bekommen.

15.04.2021

Beim typischen Lebensraum des unverwechselbar gelb-schwarz gezeichneten Feuersalamanders handelt es sich um feuchte Laub- und Mischwälder, die von Quellbächen durchzogen sind.

Da Feuersalamander hauptsächlich nachtaktiv sind, werden sie tagsüber meist nur nach Regenfällen beobachtet, wenn sie ihre Verstecke verlassen. Sie können sehr alt werden: Im Freiland zehn bis 15 Jahre, im Terrarium sogar bis zu 50 Jahre.

Wie beim Alpensalamander läuft beim Feuersalamander die Paarung an Land ab: Im Sommer gehen die Männchen aktiv auf Weibchensuche, nehmen diese „Huckepack“ und setzen anschließend ein Spermienpaket auf dem Waldboden ab, das die Weibchen aufnehmen.

Im darauffolgenden Frühjahr setzt das Weibchen bis zu 70 Larven in kühle, sauerstoffreiche Quellbäche ab. Diese ernähren sich vor allem von Bachflohkrebsen sowie Insektenlarven und entwickeln sich dann im Laufe des Sommers zu einem fertigen Salamander. Nur selten überwintern die Larven im Wasser. Es ist nicht bekannt, wie weit Feuersalamander zum Fortpflanzungsgewässer oder zur Ausbreitung wandern.

Der Feuersalamander gilt nach Roter Liste Bayern als gefährdet (Status 3). Eine besondere Bedrohung geht für die Art in jüngster Zeit durch den Pilz Batrachochytrium salamandrivorans (kurz Bsal, siehe auch Amphibiengefährdung/Chytridpilz) aus.