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Feuchtbiotope, Sturmschäden und Streuobst

Im Rahmen der Aktionen des Klimabündnisses Marktheidenfeld (Stadt-Land-Zukunft) organisierte die BN Ortsgruppe Marktheidenfeld einen Wald- und Streuobsttag in Glasofen.

15.06.2026

Viele Informationen und Eindrücke konnten die Besucherinnen und Besucher des Wald- und Streuobsttages in Glasofen mit nach Hause nehmen. Von der BN Streuobstwiese in der Nähe des Köhlerplatzes führte der Weg zuerst zu einem nahen Feuchtbiotop. Hier erläuterte der Umweltbeauftragte der Stadt Marktheidenfeld, Torsten Ruf, die Bedeutung solcher Flächen für den Klimaschutz und als Lebensraum. An einer weiteren Feuchtfläche konnte er später Exuvien von Libellen zeigen und einige Libellenarten wie Plattbauch und Hufeisen-Azurjungfer präsentierten sich den Teilnehmenden. Stadtförster Thomas Vogel und der forstliche Berater der Stadt Marktheidenfeld, Dr. Wolfgang Netsch, erläuterten anhand von Kartenmaterial und auf der Fläche die Maßnahmen zum Waldumbau nach den vielen Sturmschäden der vergangenen Jahrzehnte. Große Teile des Stadtwaldes – flach wurzelnde Fichtenforste - fielen Wiebke, Lothar, Kyrill u.a. zum Opfer. Anstelle von Fichtenforsten setzt man heute auf Laubmischwälder. Dabei wird durchaus mit wärmeliebenden Arten wie Libanonzeder, Esskastanie, Baumhasel, Vogelbeere, Speierling oder Elsbeere experimentiert. Großen Wert legt Vogel zudem auf die Schaffung von Totholzstrukturen und Feuchtflächen. Beim abschließenden Picknick auf der Streuobstwiese erläuterte der BN Ortsvorsitzende Joachim Hörnig dem interessierten Publikum die Bedeutung von Streuobstwiesen, er erzählte wie es zur Betreuung dieser städtischen Wiese durch den BN kam, welche Pflegemaßnahmen hier umgesetzt und welche Produkte vom BN aus den eigenen Äpfeln gewonnen wurden: Saft und Fruchtgummis. Ruf ergänzte, dass es wichtig sei die heimischen Streuobstbestände – die Stadt Marktheidenfeld besäße über 1200 Streuobstbäume – mit den unterschiedlich alten Obstbäumen, die wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Arten sind, zu erhalten und Pflegemaßnahmen und Nachpflanzungen durchzuführen. Aber auch eine sinnvolle Obstverwertung ist wichtig und da die Keltereien in der Umgebung schließen, müssen dringend neue Möglichkeiten der Saftgewinnung gefunden werden. Jetzt werden im Stadtgebiet Räumlichkeiten für eine genossenschaftliche Kelterei gesucht.

Eine Veranstaltung aus der Reihe des Klimabündnisses Marktheidenfeld.