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Agenda 21 Kino: Gebär-Mütter

Julie und Val haben über zehn Jahre erfolglos versucht ein Kind zu bekommen. Acht Jahre lang nahmen sie an Kursen der Adoptionsbehörde teil, um am Ende wegen ihrer körperlichen Voraussetzungen abgelehnt zu werden. Nun hoffen sie erneut auf ihr Elternglück.

Datum
12.12.2019 20:30 - 15.12.2019 17:30

Ort
Mühlbach, Burglichtspiele

Donnerstag, 20.00 Uhr

Sonntag, 17.30 Uhr

Zareena verlor ihre Eltern als junges Mädchen, litt unter Armut und einer patriarchalischen Gesellschaft. Zufallsbedingt gelangte sie in eine Fruchtbarkeits-Klinik.Durch die Geburt eines Kindes wollen beide ihren Kummer loswerden: Julie und Val möchten ein "normales" Familienle-ben führen und bezahlen einer indischen Frau, Farzana, Geld, damit sie ihren Sohn austrägt; Zareena möchte ihre eigene bereits bestehende Familie in Zukunft besser versor-gen und trägt das Wunschkind eines indischen Paares aus.Durch Farzana, die kamerascheue Leihmutter von Julie und Val, lernen die beiden Zareena kennen, die sich während der Schwangerschaft mit Farzana angefreundet hat. Die drei erzählen jeweils ihre Erlebnisse, Ängste und Träume, die mit der Leihmutterschaft verbunden sind.Eine renommierte Wirtschaftsprofessorin, der Editor eines Medizin-Ethikjournals, die Ärztin der Geburtsklinik und eine junge Anthropologin geben zusätzliches Hintergrundwissen über die Situation von Frauen – der Frauen, die Kinder aus-tragen, aber auch der unfruchtbaren Frauen. Dabei erkennt man, dass auch die eigenen Hintergründe das fachliche Wissen beeinflussen.Sowohl durch die persönlichen Geschichten, als auch durch die wissenschaftlichen Aussagen wird ein breites Spektrum an Fragestellungen angesprochen: Warum sind eigene Kin-der so wichtig? Wie weit gehen wir für Kinder? Wie weit ge-hen wir für Geld? Wieviel technischer Einsatz bleibt mora-lisch? Warum nehmen Westler so weite Wege auf sich um ihren Kinderwunsch erfüllen zu können? Wann ist eine Frau eine „Mutter“? Wer entscheidet darüber, wer mit seinem Körper was machen darf? Und wie geht es dem Kind dabei?

Regie: Joey Arand

Dokumentarfilm, 61 Min.
Deutschland, Indien 2017

Diskussionspartnerin am 12.12.2019: Regisseurin Joey Arand