Naturerleben für geflüchtete und heimische Kinder von 8-12 Jahren

Ein Umweltbildungsprojekt der Jgendorganisation BUND Naturschutz (JBN) Main-Spessart

Lass einfach die Blume, die du in der Hand hältst, für diesen Moment deine Welt sein. Autor unbekannt

Naturerleben in der (neuen) Heimat

Mit dem Bau einer Gemeinschaftsunterkunft in Marktheidenfeld hat in der Stadt die Zahl der Asylbewerber in den letzten Jahren stark zugenommen, stagniert aber im Moment. Hauptsächlich Familien mit Kindern sind vor Ort untergebracht. Mit einem Treffpunkt Asyl stellt die Stadt Marktheidenfeld Informationen zur Verfügung, wie sich Freiwillige für Flüchtlinge und Asylsuchende einsetzen können. Die Hilfsbereitschaft war von Anfang an groß, neben Geld- und Sachspenden stehen etliche Ehrenamtliche für Sprachunterricht, Betreuungsdienste, Hausaufgabenunterstützung und vieles mehr zur Verfügung. Auch örtliche Vereine versuchen die Neuankömmlinge einzubinden.

Die meisten bisherigen Anstrengungen betrafen vor allem lebenspraktische  Bereiche  wie Wohnen, Verpflegen, Kleiden, Sprache, Gesundheit, Mobilität. Wenige Angebote ermöglichen es den Asylbewerbern jedoch die neue Umgebung, das Umfeld, die ganz andere Natur kennenzulernen. Mit diesem Projekt will die JBN einen Beitrag dazu leisten:

Ubi bene, ibi patria - Wo es dir gut geht, dort ist die Heimat.

Naturräume und Naturerfahrungen können ein Weg sein, um den ankommenden Menschen eine Möglichkeit der Neu-Verwurzelung zu geben. Natur kann Zufluchtsort, Trost und „Ansaaterde“ sein und werden. Natur, die man kennt, – Fauna, Flora, Landschaften -  kann Sicherheit geben.

Das Projekt „NATURERLEBEN IN DER (NEUEN) HEIMAT“ verfolgt folgende Ziele:

  • Kinder mit Fluchterfahrungen lernen die Natur ihrer Umgebung kennen und schätzen, die  Angebote sind niederschwellig angelegt, insbesondere wegen der sprachlichen Defizite
  • Kinder mit Fluchterfahrungen lernen Kinder aus ihrem neuen Lebensumfeld kennen
  • Kinder erleben die heimische Natur und ihre Bedeutung für uns Menschen spielerisch
  • Kinder werden sensibilisiert für natürliche Zusammenhänge
  • Kinder übernehmen Verantwortung für die Natur und entdecken Handlungsmöglichkeiten zum Schutz der Natur an Beispielen
  • Kinder, bei denen bislang  der Aufbau einer neuen Existenz Vorrang hatte und die aus ihren Herkunftsländern i.d.R. keine Sensibilisierung für Umweltthemen mitbringen,  sollen für Umweltthemen sensibilisiert werden, um das, in jahrzehntelanger Arbeit gewonnene international vergleichsweise hohe Bewusstsein für Umweltthemen in unserer Gesellschaft zu stärken.
  • Kinder mit Fluchterfahrungen werden  begeistert  für bestehende Kindergruppentreffen und damit langfristig integriert
  • Die  JBN wird für eine neue Zielgruppe geöffnet

Die Aktionen sind so aufgebaut, dass jede für sich als Einzelangebot genutzt werden kann. Vorerst sind einmal im Monat an neun Freitagnachmittagen etwa zweistündige Aktionen geplant. Eine Fortführung der Aktionen ist nicht ausgeschlossen, vorrangig wäre aber eine Integration der geflüchteten Kinder in die Kindergruppe wünschenswert.

Das Vortreffen an der Gemeinschaftsunterkunft

Die Aktionen ab dem 7. April 2017

Handzettel

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt! Anmeldung erforderlich bei Birgit Fünkner (01511 0374451 ) oder Ulrike Münz (09391 9132681)