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Wiederholte Zerstörung von Lebensstätten des Bibers: BUND Naturschutz Würzburg und Main-Spessart fordern Konsequenzen

Die BUND Naturschutz-Kreisgruppen Würzburg und Main-Spessart beobachten immer häufiger, dass Biberdämme in der Region eingerissen werden. So geschah dies schon an der Pleichach und am Moosbach (beide im Landkreis Würzburg) sowie im Bereich Arnstein an der Schwabach (Landkreis Main-Spessart) - zuletzt auch an der Leinach, zwischen den Gemeinden Leinach und Zellingen. Dort hatten Biber auch einen Bau in das Ufer gegraben. Der Zugang ist nun freigelegt. „Der BUND Naturschutz ist erschüttert über diese wiederholten und massiven Eingriffe“, kritisiert Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz/BN, die Maßnahmen deutlich. „An der Leinach wurde nun nicht nur ein Damm eingerissen, sondern eine ganze Lebensstätte zerstört. Der eigentlich vor Feinden sichere Zugang zum Wohnkessel wird durch die Absenkung des Wasserspiegels freigelegt. Fuchs und Steinmarder haben dann Zugang zu Jungtieren, die sich im Wohnkessel befinden können", erläutert Erwin Scheiner, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Main-Spessart. "Eigentlich besteht damit ein klarer Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Doch Naturschutzbehörden sehen sich hilflos und berufen sich auf eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung, die vom bayerischen Umweltministerium erlassen wurde", zeigt sich Steffen Jodl, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe Würzburg, verwundert.