Jubiläumslinde in Karlstadt übergeben

Anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums erhielt die Kreisgruppe Main-Spessart als symbolischen Dank für ihren vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz eine Linde vom Landesverband überreicht. Diese Linde - Tilia cordata erecta - wurde in der Kreisstadt Karlstadt gepflanzt und am 10. Dezember 2014 vom Kreisgruppenvorsitzenden Erwin Scheiner der Stadt Karlstadt übergeben.

Bild (Manfred Kleinwechter): Als bleibende Erinnerung an das Jubiläum des BUND Naturschutz übergaben im Namen der Vorstandschaft der Kreisgruppe Main-Spessart (von links) Erwin Scheiner, Heike Metzger und Monika Scheiner die frisch gepflanzte Winterlind

14.12.2014

40 Jahre engagieren sich die Mitglieder des BN nun schon für Natur und Umwelt im Landkreis Main-Spessart. Zum Andenken an diese Zeit spendete der Bund Naturschutz der Stadt Karlstadt eine Winterlinde, die auf der Wiese in der Nähe der Raiffeisenbank ihren Platz fand. Sie wurde in einer kleinen Feier an Bürgermeister Paul Kruck übergeben.

Der Vorsitzende der Kreisgruppe, Erwin Scheiner aus Karlstadt erklärte den Sinn dieser Pflanzung: Als Wappenbaum des BN ist die Linde Symbol des Lebens, der Ausdauer und Hoffnung sowie Zeichen der untrennbaren Verbindung von Mensch und Natur. Die herzförmigen Blätter sind seit Jahrhunderten besonderes Zeichen von Liebe, Freundschaft und Geselligkeit. Sie war schon immer ein Baum mit besonderer Bedeutung im Leben der Menschen, nicht nur als Park- und Alleebaum, auch als Nahrungslieferantin, Heilmittel und wichtiges Holz für Bildhauer, Schnitzer und Drechsler. Berühmte Meisterwerke der Spätgotik von Riemenschneider und Veit Stoß sind häufig aus Lindenholz geschaffen. Bei unseren Vorfahren waren Linden Dorfmittelpunkt, Versammlungsort, Gerichtsort. Noch heute gibt es in manchen Orten Tanzlinden, in deren Krone ein Tanzboden eingebaut ist.

Vielleicht, so wünschte es Erwin Scheiner, wird diese frisch gepflanzte LINDE einmal so groß und ausladend, dass eine Bank darunter stehen kann und jemand, wie es in dem alten Volkslied heißt, in ihrem Schatten sitzt und manchem süßen Traum nachhängt. Vielleicht wird sie auch einmal ein steinalter, hohler Baum sein, in dem die Kinder in ein paar Jahrhunderten Verstecken spielen können. Scheiner konnte sich auch vorstellen, dass sich die Verantwortlichen der Stadt Karlstadt „sub tilia“, das heißt „unter der Linde“ inspirieren lassen, um für ihre Stadt „subtile“ Entscheidungen zu treffen. Er überreichte dem Bürgermeister auch den BN-Kalender „Main Spessarter Artenvielfalt“ für das nächste Jahr mit Schätzen aus der Pflanzen- und Tierwelt unserer Heimat.

Bürgermeister Paul Kruck lobte in seinen Dankesworten den Einsatz des BN in der Stadt und im Landkreis Main-Spessart, weil die Aktiven des Vereins zwar nicht immer bequeme Mitmenschen sind, sich aber stets um unser aller Lebensraum sorgen und schon Vieles angestoßen und bewirkt haben.